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Unbeschwerte Kinder E-Mail

aboutpixe_bussibr_mr_cool.jpgWas einem vermutlich ab der Jugend genommen wird, liegt in der Kindheit brav da ohne, dass man sich dessen wirklich bewusst wird. Man ist ja noch ein Kind. Die Rede ist von der kindlichen Unbeschwertheit. Ich muss mal demnächst eine Umfrage starten wie sehr sich Eltern darüber im klaren sind, dass ihre Kinder verhältnismäßig unbeschwert sind.

Erst unlängst verbrachte ich einige Stunden im fernen Ybbs an der Donau, mit einem total entzückenden Mädchen, 8 Jahre, der Tochter einer Freundin. Sie geht zwar bereits zur Schule, wirkt aber dennoch verhältnismäßig unbeschwert. Was machten wir für Faxen. Sie sprach das Kind in mir direkt an und dieses wiederum erfreute sich daran, unmittelbar mit ihr in Kommunikation zu treten.

So begleiteten wir ihre Mutter zu Schlecker um dort festzustellen, dass sie Katzen in Tüten oder auch Papierboxen verkauften. Ich nahm die Tüte zur Hand und sprach der Katze darin Mut zu, man würde sie bald befreien, sie möge doch Geduld haben. Dann sahen wir Teeboxen mit eingeschlossenen Frauen und andere mit Sportlern. Und alle wollen wir schon demnächst befreien. Und nachdem die Mutter von dem Mädchen der Meinung war, dass es beim Verlassen des Geschäfts nicht grüßte, sie meinte, sie tat es sehr wohl, und die Mutter sie aufforderte es vielleicht hörbarer zu gestalten, hob ich zum lauten Schlecker Gruß an. Ich drehte mich vor dem Geschäft um, winkte und rief fröhlich "Auf Wiedersehen Frau Schlecker!" Dem Mädchen gefiel dies sehr und so grüßten wir einige Male gemeinsam. Zu unserem Gaudium kam die Kassierin vor das Geschäft um etwas zu erledigen und wir winkten und grüßten weiter. Ihr gefiel es sichtlich, allerdings was sie sich dabei dachte, dass wissen wir bis heute nicht.

Davon abgesehen hatte ich für diesen Besuch leider nur einen einzigen Schmäh mit. Im Nachhinein meine ich, dass ein Schmäh für einen halben Tag viel zu wenig ist. Der Schmäh war folgender: den Zeigefinger vor die Nase gehalten und damit einen Elefanten nachgemacht. Damit es erkennbar wird, muss ich natürlich "Guten Tag, ich bin ein kleiner Elefant." dazu sagen. Das Mädchen, nicht dumm, verrenkt sich und macht sofort einen wesentlich größeren Elefant und sticht mich unbeabsichtigt aus, nein, stiehlt mir die Elefanten-Show im Handumdrehen. Eine aufgeweckte Kleine.

Ach, sie trug übrigens eine rosa Jacke und verriet mir, dass sie eigentlich die Farbe Rosa hasse. Früher aber war alles anders, da musste ALLES in Rosa gehalten sein. Da liebte sie die Girlie Farbe noch über alles.

Meine Oma sagte schon, wer eine Reise macht, der hat was zu erzählen. Und wenn es einem nur nach Ybbs verschlägt. Übrigens kann ich es sehr empfehlen mit den Wiesel-Zügen der ÖBB im 1. Stock durch die Lande zu gleiten. Von dort sieht man viel mehr. Unter anderem sah ich dutzende Hasen im Feld und ein Reh in der Wiese. Wäre ich nicht durch den STANDARD abgelenkt gewesen, hätte ich vermutlich weitaus mehr gesehen.