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klmc_aboutpixel_de_kim_041.jpgViele werden sich fragen, wo ist er, wie geht es ihm, warum schreibt er nicht, und was weiß ich. Hier ist er, es geht ihm gut, er hatte wenig Zeit oder bildete sich zumindest ein, wenig Zeit zu haben. Nicht, dass es heute mehr an Zeit gäbe, aber heute, genau heute fühle ich mich genötigt zu schreiben, weil ich mich zufällig - wie Sie - auf die Homepage verirrte und mich maßlos schämte. Am 1. Juli gab es den letzten Blog. Grund genug für eine Karre voll Scham, die ich vor mir herschiebe, während ich auf der Tastatur klimpere.

Auf der Suche nach potentiellem Stoff, auf der Suche nach Erzählungen, die es Wert sind erzählt zu werden, drehe ich mich im Kreis und versuche meinen Blick mindestens genau so schnell zu drehen, wie den Körper. Gelingt es mir nicht, verschwimmt alles zu einem weichen Einheitsbrei und wird nicht mehr erkannt. Gelingt es mir die Augen so schnell mit zu bewegen, wie ich mich zu drehen im stande bin, dann erkenne ich Details, fange sie ein und erzähle sie in allen Einzelheiten.

Trainiert in Augen Yoga - durch meine begnadete Yoga-Lehrerin - bin ich natürlich im stande meine Augen so rasch zu bewegen um jede meiner Umdrehungen in der Sekunde einzufangen. Es gelingt mir alle Eindrücke zu speichern und wird es mir einmal zuviel der Eindrücke, dann öffne ich das Fenster und kotze den Inhalt meines Magens auf die Straße in der ich wohne. Von oben herab. Fühlt sich an wie weicher Schnee, nur in anderer Farbe. - Nein! Ich bin nicht frustriert. Ich drehe mich nur gelegentlich zu rasch. Frustration ruft in mir kein kotzen hoch, Frustration bringt mich zum Schweigen. Dies ist aber NICHT der Grund des Schweigens im Blog, denn frustriert war ich nur selten und so kurz, dass Sie es nicht mal als Schreibpause bemerkt hätten.

So singe ich das Lied der Freiheit. Und doch ist niemand wirklich frei, auch ich nicht. Die Freiheit unterscheidet sich ausschließlich in der Länge der Ketten an denen man sich befindet und der Unterschied liegt darin, ob man in der Lage ist, diese (Kette oder Länge) auch wahr zu nehmen.

Übung macht den Meister. Das ganze Leben ist als Übung zu betrachten und spitzt sich in der willentlich herbeigeführten Übungssituation zu. Kommen Sie noch mit oder sind Sie bereits ausgestiegen? Ich will Sie heute keineswegs quälen. Dieser Blog soll doch Quell der Unterhaltung sein. Nachdenklich stimmend, aber durch die Bank unterhaltsam.

Ich gelobe Besserung und werde wieder Geschichtchen liefern. Wenn ich mich ausgedreht habe und mir das Augen Yoga nicht mehr Mittelpunkt ist. Das kann bereits morgen sein, vielleicht auch ein paar Tage später. Wer weiß das schon so genau. Können Sie sagen, wann Sie das nächste Mal zum Heurigen gehen?

Aber kommen Sie unbedingt wieder mal vorbei, es lohnt sich. Vielleicht morgen schon.